Wolfgang Stumph und Stephanie Stumph
Sie sind ein bestens eingespieltes Duo – vor und hinter der Kamera. Seit 1995 sind Schauspieler Wolfgang Stumph und seine Tochter Stephanie Seite an Seite im Fernsehen zu sehen. Bei ihrem TV-Debüt war Stephanie gerade mal 11 Jahre alt – und bewies bereits damals, dass sie das Talent des Vaters geerbt hat. Heute hat sie sich längst aus dessen Schatten herausgespielt und geht immer mehr ihre eigenen beruflichen Wege. „Stumpi“ hat also ein bisschen Konkurrenz bekommen – im eigenen Hause. Bei „Beckmann“ sind Wolfgang und Stephanie Stumph jetzt erstmals gemeinsam in einer Talksendung. Vater und Tochter sprechen über ihr Leben im Scheinwerferlicht.
Stephanie Stumph ist quasi im Fernsehen groß geworden. Wo andere Eltern im Familienfotoalbum blättern, sehen sich die Stumphs heute einfach alte TV-Folgen an: „Weihnachten werden wir schon sagen: Gucken wir uns jetzt die dritte oder die vierte Folge noch mal an? Oder die zweite, um zu sehen, wie schwarzhaarig ich war und wie klein sie war?“, erzählt Vater Wolfgang, der seiner Tochter bei den ersten Schauspielversuchen half.
Stephanie hat an diese Zeit zwiespältige Erinnerungen. „Es war schon ätzend, wenn du von der Schule nach Hause kommst und dann wird die Kamera aufgestellt und du musst die Szenen spielen. Er hat mit mir mitgespielt vor der Kamera, und das musste ich mir alles angucken. Ist natürlich peinlich, wenn dir gesagt wird: Mach das so und so und so.“
Auch Wolfgang Stumph würde manches möglicherweise heute anders machen. „Im Nachhinein habe ich die Verantwortung gespürt, was das eigentlich bedeutet, dass ich ihr fast ein Stückchen Jugend weggenommen habe.“ Doch seine Tochter beruhigt ihn sofort: „Das hast du nicht, das ist Quatsch. Ich habe das immer geliebt, auch mit neun oder zehn Jahren. Ich habe das immer gewollt, ich habe mich auf jeden Drehtag gefreut. Ich habe mich da echt wohl gefühlt.“
Durch die Dreharbeiten hat Stephanie einige Schritte des Erwachsenwerdens bereits als Schauspielerin gespielt: „Das ganz normale Mädchenleben war schon ähnlich. Ich habe alles früher gespielt, als das es dann eingetroffen ist: sowohl den Auszug, den 18. Geburtstag, den Führerschein, den ersten Freund. Alles war im Film ein bisschen eher.“
Auch heute verstehen sich Vater und Tochter immer noch blendend, sagt Stephanie: „Ich bin schon ein bisschen mehr Kontra als früher. Aber letztendlich hat er schon recht in vielen Sachen. Das weiß ich auch – zeig’ ich aber nicht so gern.“


