Wladimir Klitschko


Mit einem Schlag ist er zum amerikanischen Publikumsliebling aufgestiegen. Wladimir Klitschko gilt seit seinem K.o.-Sieg gegen Calvin Brock vor zwei Wochen und der Titelverteidigung im New Yorker Madison Square Garden plötzlich auch in den USA als absoluter Superstar. Ein weiterer Triumph für den gebürtigen Ukrainer, der nun der einzige und wahre Schwergewichtsweltmeister aller vier Verbände werden will. Nach seinem Sieg spricht Wladimir Klitschko bei „Beckmann“ über sein Engagement für die UNESCO, seine Träume und natürlich über das Box-Comeback von Axel Schulz.

Wladimir Klitschko ist enttäuscht vom Schulz-Kampf. „Ich verstehe, dass Axel ein Publikumsliebling in Deutschland ist, er ist ein toller Mensch.“ Aber entscheidend sei letztlich nur die Leistung – und von der sei er enttäuscht. „Es tut mir leid für Axel, es tut mir leid für das Publikum, und es tut mir leid für den Sport. Denn ich glaube, es war nicht gut für den Sport.“ Die Niederlage sei einfach nur „bitter“ gewesen. Deshalb rät Klitschko Axel Schulz dringend zum Karriereende: „Er muss das lassen. Ich wünsche ihm wirklich, dass er sich woanders findet, und nicht mehr im Boxen.“

Zusammen mit seinem Bruder Vitali engagiert sich Wladimir seit vielen Jahren für das UNESCO-Projekt „Bildung für Kinder in Not“. Im August reisten sie nach Namibia und besuchten die San-Stämme, eine der ältesten Siedlergruppen Namibias an der Ostgrenze des Landes. Für Klitschko war es eine prägende Erfahrung: „Wir haben mit eigenen Augen gesehen, wie schlimm die Bedingungen dort sind. Ohne Hilfe zur Selbsthilfe hat dieses Land und vor allem dieses Volk keine Zukunft.“ Die San seien durch Armut, Hunger und Krankheiten vom Aussterben bedroht. „Aids ist überall, und sie wissen nicht, wie sie sich davor schützen können“, so Klitschko über die Erfahrungen seiner Reise. Deshalb engagiere er sich für bessere Bildungschancen in Afrika.

Sportlich ist Wladimir Klitschko nach seinem Erfolg in den USA ganz oben angekommen. Und auch privat vermisst der 30-Jährige, der seit längerem Single ist, derzeit nichts: „Ich bin zufrieden gewesen, als ich in einer Beziehung war, und ich bin zufrieden, Single zu sein. Das ist auch eine tolle Zeit.“ Allerdings wünscht er sich eines Tages eine eigene Familie: „Ich hoffe, dass ich irgendwann viele Kinder habe.“