Wladimir Klitschko


Scheinbar unaufhaltsam ist er auf dem Weg in den Box-Olymp. Wladimir Klitschko will alle vier WM-Titel im Schwergewichtsboxen gewinnen – den ersten großen Schritt hat der 31-Jährige nun hinter sich. Er bestritt den ersten Vereinigungskampf seit gut zehn Jahren und bezwang im legendären New Yorker Madison Square Garden den WBO-Champion Sultan Ibragimow. Jetzt kehrt Wladimir Klitschko zurück nach Deutschland und gibt bei „Beckmann“ sein erstes ausführliches TV-Interview als neuer Doppelweltmeister.

Auch wenn Klitschko gegen Sultan Ibragimow gewonnen hat – sportlich war der Kampf für viele Zuschauer eine Enttäuschung. Die Buh-Rufe waren unüberhörbar. Früher habe er darunter gelitten, heute gehe er gelassener mit Pfiffen um. „Man muss trotzdem die Nerven behalten. Denn mein Gegner hat darauf gehofft, dass ich versuche, ihn K.O. zu schlagen.“ Ibragimow habe während der zwölf Runden nur auf die Chance zum alles entscheidenden Konter gelauert, und diese Gefahr habe Klitschko durch eine überlegte und vorsichtige Kampfführung vermeiden wollen.

Nach diesem Sieg ist Wladimir Klitschko endgültig wieder auf der Erfolgsspur, seine sportliche Krise ist längst überwunden. „Vor kurzem war ich ganz unten – am Boden des Sports. Aber man darf den Glauben nicht verlieren. Wenn man fest daran glaubt, dass man es schaffen kann, dann bekommt man eine gewisse Motivation, wieder hoch zu kommen.“