Tina Brown


Zum zehnten Mal jährt sich am 31. August der Todestag von Prinzessin Diana. Bis heute gilt sie als berühmteste und meistfotografierte Frau der Welt, deren Schicksal immer noch die Menschen zutiefst bewegt. Die renommierte amerikanische Journalistin Tina Brown, ehemals Chefredakteurin des „New Yorker“ und von „Vanity Fair“, hat die „Prinzessin der Herzen“ schon früh persönlich kennen und schätzen gelernt. Nach deren Tod recherchierte sie fünf Jahre lang, um heraus zu finden: Wer und wie war Diana wirklich? Jetzt berichtet Tina Brown bei „Beckmann“ erstmals in einer Talksendung von ihren neuen Erkenntnissen.

Diana sei nicht immer eine „Prinzessin der Herzen“ gewesen, meint die Biografin. Brown sagt, dass sie in den vergangenen fünf Jahren mehr als 200 Menschen interviewt hat, die Diana persönlich kannten. In diesen Gesprächen habe sie herausgefunden, dass die Prinzessin eine Vielzahl von Indiskretionen selbst gezielt in den Medien lanciert und sich danach gegenüber Prinz Charles und Queen Elizabeth ahnungslos gab.

Dianas größtes Talent habe laut Brown darin gelegen, auf Menschen zugehen zu können. „Sie hatte sehr viel emotionale Intelligenz – die war so groß wie der ganze Buckingham Palace. Doch ihre Schulbildung war so groß wie eine Briefmarke.“ So ähnlich müsse man sich die  Relation vorstellen.

Bereits als Jugendliche habe Diana davon geträumt, Prinzessin zu sein, und habe in einer Märchenwelt gelebt. „Sie hat immer so Liebesgeschichten gelesen, die ‚Braut des Königs’ war ihr Lieblingsbuch.“ Als sie dann Prince Charles kennen lernte, sei er für sie „ihr Held“ gewesen. „Sie wollte immer einen schönen starken Mann haben.“ Doch die Ernüchterung sei schnell erfolgt. „Vom ersten Tag an fühlte sie sich verraten. Selbst ihre Liebhaber, und sie hatte viele, haben ihr nicht darüber hinweg geholfen.“

Als traurig bezeichnet Brown bei „Beckmann“, dass Diana sich in den Wochen und Monaten vor ihrem Unfalltod mit ihren Söhnen über ihr Verhältnis mit Dodi al-Fayed gestritten habe: „Die Söhne mochten ihn nicht. Sie fanden, es wäre schlecht, dass es diese Fotos auf der Yacht gab. Das war sehr peinlich für die Jungen, sie waren peinlich berührt. Deshalb war das zwischen William und Diana ein sehr großes Streitthema vor ihrem Tod.“