Thomas Quasthoff
Drei Grammys, umjubelte Opernauftritte, ausverkaufte Konzerte auf der ganzen Welt – Thomas Quasthoff (46) ist der Superstar der klassischen Sänger. Die Fachwelt nennt ihn ehrfürchtig „Die Stimme“. Zusätzlich meisterte er ein schweres Schicksal: Quasthoff ist von Geburt an gehandicapt, er ist Opfer des Contergan-Skandals. Jetzt hat er privat sein großes Glück gefunden. Bei „Beckmann“ wirkt der Star-Bariton gelöst wie nie zuvor und erzählt, wie sehr ihn seine große Liebe verändert hat.
Vor zwei Jahren verliebte sich Thomas Quasthoff in eine TV-Redakteurin – und sie sich in ihn. Kennen gelernt haben sich beide bei einem Vorgespräch zu einer Talkshow. „Normalerweise dauern diese Vorgespräche so etwa eine halbe Stunde – und wir quatschten über zwei Stunden! Dann traf ich sie zum ersten Mal – und es hat richtig ‚Wumms’ gemacht!“ Bei „Beckmann“ kündigt Quasthoff die baldige Hochzeit an. „Claudia ist einfach eine ganz tolle Frau! Sie ist ein Mensch, der mir einfach sehr, sehr gut tut! Und wenn ich Geborgenheit und die Möglichkeit, mich anzulehnen, personifizieren würde, dann wäre das Claudia!“
Der Bariton-Star ist überglücklich. Früher habe er sich manchmal alleine gefühlt, wenn er von Tourneen nach Hause gekommen ist. „Dann war niemand da, dem ich mich mitteilen konnte.“ Heute sei das ganz anders: „Ich habe ein Kribbeln im Bauch, wenn das Flugzeug landet, ich meinen Koffer hole, mich umdrehe – und da steht Claudia. Da steht die Frau, die ich über alles liebe und mit der ich viele Intimitäten und Erlebnisse meines Lebens teile. Das ist schon etwas Wunderbares!“
Freunde und Bekannte hätten sich alle gefreut über die junge Liebe. „Kritische Stimmen gab es natürlich auch. Ich habe eine sehr enge Bindung zu meinen Eltern, und natürlich ist es immer ein Loslösungsprozess, der bei mir durch meine Behinderung vielleicht auch ein bisschen langsamer und später passiert ist. Das war nicht immer unkritisch. Aber jetzt freuen wir uns wirklich alle. Es ist schön zu wissen, dass da ein Mensch da ist, mit dem man einen neuen Lebensabschnitt begeht!“
Die Liebe habe ihn positiv verändert, offenbart Quasthoff bei „Beckmann“: „Es ist manchmal nicht so einfach, mit mir altem Zausel umzugehen – das ist viel besser geworden.“
Ist der Star-Bariton schon nervös vor der Hochzeit? „Ich freue mich wahnsinnig darauf. Sicherlich steigt ganz allmählich die Spannung, aber aufgeregt? Ich bin auch vor Konzerten nicht sehr aufgeregt, ich weiß nicht, ob das wirklich viel anders ist. Ich glaube, die Emotionen kommen dann, wenn es soweit ist. Ich bin nicht der Mensch, der sich im Vorfeld da so großartig Gedanken macht.“


