Susanne Fröhlich und Constanze Kleis
Mit ihrem Bestseller „Moppel-Ich“ brachte sie Deutschlands Frauen zum Abnehmen. Jetzt kämpft Susanne Fröhlich gegen das Älterwerden und ist gemeinsam mit ihrer Co-Autorin Constanze Kleis auf eine selbstironische Beauty-Tour gegangen. Unerschrocken haben die beiden besten Freundinnen eine ganze Reihe Schönheitsmittelchen getestet. Was taugt die Antifaltencreme für 2100 Euro? Wie wirkt das derzeit bei Promis so angesagte Nervengift Botox? Und mit welchen Problemzonen sollte eine Frau Mitte 40 lieber leben lernen? Bei „Beckmann“ berichten Susanne Fröhlich und Constanze Kleis über Schönheitsideale, Älterwerden und ihre amüsanten Selbstversuche.
Nach Ansicht von Susanne Fröhlich sei es für Männer leichter, mit dem Älterwerden umzugehen. Die Gesellschaft achte besonders bei Frauen auf vermeintliche Schönheitsideale, weshalb öfter der Gedanke aufkomme: „Ich muss mehr tun, um mithalten zu können.“ Für Constanze Kleis sind „Schönheit und Jugend immer noch Maßstäbe, nach denen Frauen bewertet werden“. Selbst eine Persönlichkeit wie die Bundeskanzlerin würde häufig auf ihr äußeres Erscheinungsbild reduziert. Kaum einer spreche über Angela Merkels Physik-Diplom, stattdessen werde lieber über ihren Kleidungsstil diskutiert.
Im Kampf gegen die Stirnfalten ließ sich Fröhlich das Nervengift Botox spritzen. „Ich hab mir das reinpieksen lassen und wollte dann sehen, ob es jemand bemerkt.“ Der Versuch fiel eher enttäuschend aus; selbst ihrem Mann sei die Veränderung nicht aufgefallen. „Mein Leben war deshalb nicht unbedingt glücklicher – meine Stirn war einfach glatter.“
Die Bestsellerautorin warnt vor den Risiken chirurgischer Maßnahmen. „Man muss sich über die Konsequenzen bewusst werden: Eine Schönheitsoperation ist ein gefährlicher Eingriff, bei dem man sogar sterben kann.“ Viel zu schnell würde man heutzutage der Verlockung nachgehen, vermeintliche Mängel operativ zu korrigieren. „Wenn man geliftete Frauen sieht, merkt man sofort, da stimmt etwas nicht im Gesicht. Und dann denkt man, die muss schon ein gewisses Alter haben – sonst wäre sie ja nicht geliftet.“ Das führe zu der grotesken Situation, dass viele Frauen nach einer Schönheitsoperation älter eingeschätzt werden, als sie es tatsächlich sind.
Constanze Kleis glaubt, dass Frauen dazu neigen, sich selbst unter einem Vergrößerungsspiegel zu betrachten und sehr kritisch mit dem eigenen Körper umzugehen. In punkto Schönheit rät sie zur Entspannung. Der kosmetische Aufwand stehe oft nicht im Verhältnis zu dessen Wirkung, so das Fazit ihrer Selbstversuche. Man solle sich von der Hoffnung verabschieden, mit 60 noch so auszusehen wie mit 30. Ihr ungewöhnlicher Tipp für alle gestressten Frauen: „Vielleicht mehr in die Altersversorgung investieren – ein sorgenfreies Altern wirkt sich sehr entspannend auf die Haut aus.“

