Simone Thomalla


Bereits zu DDR-Zeiten war sie ein beliebter Fernsehstar, jetzt kommt Simone Thomalla zu ihrem bislang wichtigsten Einsatz: Am 25. Mai ermittelt sie das erste Mal als „Tatort“-Kommissarin Eva Saalfeld. Zugleich ist der Fall mit dem Titel „Todesstrafe“ die 700. „Tatort“-Folge. Eine weitere Premiere in Deutschlands ältester Krimi-Reihe: Thomalla spielt die erste ostdeutsche Ermittlerin. Für die Dreharbeiten kehrte die Schauspielerin zurück in ihre Geburtsstadt Leipzig. Bei „Beckmann“ spricht Simone Thomalla über ihren Werdegang und verrät, wie ihr Lebensgefährte Rudi Assauer auf ihre TV-Karriere reagiert.

Für Simone Thomalla ist die Rolle der neuen Kommissarin zum runden Geburtstag des „Tatort“ eine „große Ehre“. In einem Atemzug mit den populären Kommissaren genannt zu werden sei „schon etwas Besonderes“. Das Spezielle am Leipzig-„Tatort“ sei die Verarbeitung von Themen, die „um die Ecke passieren“ – und diese „Ecke“ kennt Thomalla noch von Ferien bei ihrer Oma. Auch deshalb freute sich die 42-Jährige über den Drehort: „In Leipzig komme ich an und bin nicht fremd.“

Der Wunsch, Schauspielerin zu werden, sei erst sehr spät entstanden: „Ich war ein sehr schüchternes Kind – man mag es kaum glauben“, erinnert sich Thomalla. Ihr Vater, ein Filmarchitekt, habe diesen Berufswunsch für seine Tochter sowieso nicht gewollt. „Vielleicht hat er es mir auch nicht zugetraut.“

Ihre TV-Karriere lässt ihren Lebensgefährten, den Ex-Fußball-Manager Rudi Assauer, kalt. „Rudi ist sich nicht bewusst, welchen Stellenwert der 'Tatort' im deutschen Fernsehen hat“, verriet sie. Bislang habe er kein erkennbares Interesse für ihre Rolle gezeigt – höchstens „innerlich“.

Die Schauspielerin rechnet nicht damit, dass der frühere Schalke-Boss an diesem Sonntag ihre Premiere als Kommissarin „Eva Saalfeld“ verfolgen wird. Nur wenn parallel kein Fußball gezeigt wird, „habe ich vielleicht eine Chance“, glaubt sie und hofft: „Vielleicht guckt er heimlich.“