Ralf Schumacher


Im nächsten Jahr feiert er sein zehnjähriges Formel-1-Jubiläum – dann will Ralf Schumacher endgültig ganz oben auf dem Treppchen stehen. Bereits jetzt hat er sechs Siege und 324 Punkte in 163 Rennen eingefahren und ist damit Deutschlands zweiterfolgreichster Formel-1-Pilot aller Zeiten. Nun steht der 31-Jährige vor der ganz großen Herausforderung: Nachdem Michael Schumacher wie kein anderer von Triumph zu Triumph raste und dabei Bestmarken für die Ewigkeit setzte, peilt der jüngere Bruder selbst den WM-Titel an. Bei „Beckmann“ spricht Ralf Schumacher über sein Leben zwischen dem Formel-1-Zirkus und seiner Familie mit Ehefrau Cora und Sohn David.         

Ralf Schumachers fünfjähriger Sohn zeigt bereits früh Sinn für exklusive Hobbys. „David fährt gerne Quad und Cross-Motorrad und spielt gerne Golf“, erzählt der Formel-1-Pilot. „Er hat kleine Golfschläger, und das liebt er. Alles was der Papa macht, macht er mit.“ Schon jetzt zeigt der Sohnemann typischen Schumacher-Ehrgeiz: „Egal was er macht – er ärgert sich, wenn er’s nicht kann.“

Schumacher ist sichtlich stolz. Er kann sich durchaus noch ein weiteres Kind vorstellen und würde damit Ehefrau Cora wohl einen Wunsch erfüllen. „Ich muss mich mental darauf vorbereiten, so einfach ist das ja nicht“, scherzt der Kerpener. „Wir sehen das ganz locker. Wenn es passiert, dann passiert es. Wenn nicht, dann nicht.“ Launig fügt er hinzu: „Wir Männer können das ja nicht so einfach. Die Stimmung muss passen, der Tag muss stimmen und das Essen vorher auch.“

Nach dem Rücktritt seines Bruders Michael steht kommende Saison Ralf Schumacher noch stärker im Rampenlicht. Der 31-Jährige geht gelassen mit der Erwartungshaltung um und möchte sich auch weiterhin nicht den Mund verbiegen lassen: „Ich bin bereit Prügel einzustecken, wenn ich was Falsches sage. Das hat nicht immer Vorteile, aber es ist halt so. Man merkt mir an, ob ich etwas gerne mache oder nicht.“ In diesem Punkt unterscheide er sich von seinem Bruder. „Michael ist eher der Typ, der das genauso empfindet, aber vielleicht auf eine andere Weise rüber bringt.“

In der nächsten Saison will Schumacher angreifen und um die Spitze der Formel 1 mitfahren: „Die letzten zehn Jahre waren sicherlich nicht so erfolgreich, wie ich sie mir gewünscht hätte. Ich denke, ich bin jetzt auf einem guten Weg und hoffe natürlich, dass das die nächsten Jahre funktioniert.“