Peter Weck
Er war der „Vater der Nation“ – mit „Ich heirate eine Familie“ avancierte Peter Weck vor 25 Jahren zu einem der größten TV-Stars der Achtziger. Bis heute zählt die Serie zu den beliebtesten Familiengeschichten im deutschen Fernsehen. Doch der wahre Weck war immer anders als sein Image. Vor und hinter der Kamera gilt der Österreicher als charismatische Persönlichkeit, der ganz in seiner Arbeit aufgeht. Und obwohl der Schauspieler, Regisseur und Theatermacher seit vierzig Jahren glücklich verheiratet ist, liebt und sucht er oft die Einsamkeit. In einem seiner seltenen Fernsehinterviews spricht Peter Weck jetzt bei „Beckmann“ über seine Karriere und seine persönlichen Leidenschaften.
Populär wurde er an der Seite von Romy Schneider in den „Sissi“-Filmen, später folgten zahlreiche Unterhaltungsfilme wie zum Beispiel „Immer Ärger mit den Paukern“. Peter Weck gibt zu, dass nicht jede seiner Produktionen zu den Höhepunkten des Fernsehens zählen. „Ich geniere mich nicht dafür, dass ich sie gemacht habe. Aber sagen wir mal, es ist nicht weltbewegend gewesen.“ Bereut hat er seine frühen Streifen jedoch nie: „Ich bin nicht gram darüber, weil ich allemal Leute mit diesen Filmen unterhalten habe.“
Die heutige Film- und Fernsehlandschaft sieht Peter Weck skeptisch: „Wenn man die ganze Entwicklung sieht, denkt man sich manchmal, also jetzt reicht’s, da muss ich nicht mehr dabei sein.“ Der 77-Jährige vermisst bei einigen Kollegen die nötige Professionalität. „Die Branche ist sehr durchwandert von Quereinsteigern. Man wundert sich, wer sich in dieser Berufssparte alles findet.“
Privat liebt Weck die Ruhe und sucht die Abgeschiedenheit, die er schon einige Male in den Bergen von Kärnten fand. „Das Wesentliche war dort, dass weder ein Auto noch irgendetwas anderes gefahren ist. Manchmal kam eine Bäuerin, die dort Beeren gesucht hat. Ansonsten war ich nur zusammen mit einem Jäger und einem Hund und tagelang von jeglicher Bequemlichkeit ausgeschlossen.“ Doch auf Dauer kann auch Weck nicht alleine sein: „Nach vier Tagen wollte ich immer zurück zu meiner Frau.“
Seit 40 Jahren ist Weck mit seiner Frau Ingrid verheiratet. Ein Patentrezept für eine funktionierende Ehe hat der Österreicher aber nicht: „Ich weiß nicht, wie wir das hinbekommen haben“, erzählt er. „Es sind eben gewisse Hürden zu nehmen. Die jungen Leute nehmen die nicht, sondern trennen sich. Sie werfen viel zu schnell das Handtuch“.


