Peter Maffay


Vor fast 40 Jahren schaffte Peter Maffay mit dem Schlager „Du“ seinen großen Durchbruch und hat über Jahrzehnte mit Hits wie „Über sieben Brücken“, „Eiszeit“ oder „Sonne in der Nacht“ deutsche Musikgeschichte geschrieben. Seine unglaubliche Bilanz bis heute: mehr als 40 Millionen verkaufte Platten. Längst ist aus dem früheren Schlageridol einer von Deutschlands erfolgreichsten Rockstars geworden, der sich mit ganzer Kraft für Kinder in Not einsetzt. Für Aufsehen sorgt sein aktuelles Hilfsprojekt: Fast ein halbes Jahr bereiste Maffay den Globus und baute auf allen Kontinenten ein Netzwerk für Kinder auf. Nach seiner Heimkehr erzählt Peter Maffay jetzt bei „Beckmann“, was er erlebt hat und spricht über Höhen und Tiefen in seinem Leben.

Anfang des Jahres legte Maffay Tausende von Kilometern zurück. Stationen seiner Weltreise waren u.a. Südafrika, Kabul, China, Indien und South Dakota. Erschüttert war der Musiker von den Slums in Indien. „Wenn man Menschen erlebt, die nichts haben und die in den Überresten der Wohlstandgesellschaft leben, wo es keine Bildung, keine Perspektive und keine Sicherheit gibt, dann ist das wie ein Schock.“ Ziel seiner „Allianz für Kinder“ sei es, darauf hinzuweisen, dass „die Kinder als das schwächste Glied in unserer Gesellschaft eigentlich überall auf der Welt in irgendeiner Form leiden. Sehr viele Kinder, die nicht in einer Wohlstandsgesellschaft leben, verfügen nicht über die Möglichkeiten, die wir hier kennen.“
Das frühere Rockstarleben hat Maffay längst aufgegeben. „Immer kam einer um die Ecke und hatte eine Flasche in der Hand. Ich habe schwachsinnig viel getrunken. Es war eine Betäubung, eine Flucht, eine falsche Orientierung, und der nächste Tag war grauenhaft. Im Grunde genommen war es verlorene Energie und verlorene Zeit.“

Seit drei Jahren ist er mit der 25 Jahre jüngeren Tanja verheiratet. Maffays privates Glück wurde im Oktober 2003 von der Geburt seines ersten leiblichen Sohnes Yaris gekrönt. Seitdem hat er sich verändert: „Ich hatte innerlich immer ein bisschen abgewunken, wenn Väter euphorisiert waren. Jetzt habe ich selber Kinder, und es ist das Beste, was man erleben kann. So ein kleiner Mensch ist eine wunderbare Sache.“