Peter Kraus und Conny Froboess


Er wurde als der „deutsche Elvis“ bejubelt, sie landete mit „Zwei kleine Italiener“ einen Nummer-1-Hit – zusammen bildeten Peter Kraus und Conny Froboess das Traumpaar der 50er und 60er Jahre. Mit Filmen wie „Wenn die Conny mit dem Peter“ avancierten sie zu Deutschlands größten Teenager-Idolen der damaligen Zeit. Doch auf dem Höhepunkt der Erfolgswelle verabschiedete Froboess sich aus dem Showbusiness und wurde Theaterschauspielerin. Seitdem hat sie nie wieder ihre Schlager gesungen – im Gegensatz zu Kraus, der dem Rock ’n’ Roll bis heute treu geblieben ist und letztes Jahr sein 50. Bühnenjubiläum feierte. Bei „Beckmann“ kommt es jetzt zur Reunion des Traumpaares. In ihrem ersten gemeinsamen Fernsehauftritt sprechen Peter Kraus und Conny Froboess über ihre frühe Karriere, über ihre unterschiedlichen Lebenswege und über ihre lebenslange Freundschaft.

Fast all ihre Fans hätten es sich wohl gewünscht – doch aus dem Filmtraumpaar wurde im richtigen Leben nie ein Liebespaar. „Peter war eher wie ein großer Bruder für mich, ich war mehr für ältere Männer“, offenbart Conny Froboess. Peter Kraus sah damals in ihr ein „zauberhaftes, kleines, süßes, liebenswertes Mädchen“ – aber auch nicht mehr. Trotzdem, einmal kam es doch zu einem Kuss zwischen den beiden: „Peter brachte mich nach dem Dreh nach Hause, und dann standen wir noch ein bisschen vor der Haustür. Er hat mich gefragt, ob ich schon mal geküsst worden bin. Ich antwortete, natürlich, na klar. Dann hat er mich geküsst – doch das war ein ganz anderer Kuss, als ich erwartet hatte. Er hat mich nämlich richtig geküsst“, verrät die heute 64-Jährige bei „Beckmann“.

Peter Kraus fühlte sich eher als Beschützer der vier Jahre jüngeren Conny. Ihr war die Begeisterung der Fans ein wenig unheimlich: „Wenn wir Großveranstaltungen hatten, habe ich mich immer ein bisschen gefürchtet vor diesen vielen Menschen, während Peter das toll fand. Er hat das genossen.“ Oft hätten sie sich gefragt, wie sie unbeschadet eine Konzerthalle verlassen könnten. „Wir mussten früher ja wirklich immer fliehen“, erzählt Kraus, „wir sind übers Dach, die Leitern runter. Damals war es nicht üblich, dass du als Star einen Bodyguard hattest. Idole waren zum Angreifen – und wir waren Idole. Die Teenager mussten uns anfassen können, wir mussten einer von denen sein.“

Obwohl die beiden früheren Teenie-Stars ihre Erfolge nicht missen wollen – der frühe Ruhm wurde Cornelia Froboess schnell zu viel: „Mein großer Wunsch war immer, zu sein wie alle anderen. Ich wollte nach Frankreich aufs Internat gehen, weil die alle so schöne Einheitskostüme trugen. Und dann wäre ich eine von vielen und nichts Besonderes gewesen. Das war meine große Sehnsucht.“

Ihre beruflichen Wege haben sich damals getrennt, geblieben ist bis heute eine enge Freundschaft. Peter Kraus nennt bei „Beckmann“ den Grund: „Es war vielleicht ein Vorteil, dass wir damals kein Liebespaar waren – deshalb verstehen wir uns heute so gut.“