Nina Ruge
Seit 1997 blickt die „Leute heute“-Moderatorin auf die Welt der Reichen und Schönen. Ihre tägliche Verabschiedung „Alles wird gut“ ist für Nina Ruge aber mehr als nur eine Floskel – Optimismus ist ihre Lebensphilosophie. Denn obwohl die 49-Jährige manch privaten Schicksalsschlag erlitt, will sie sich ihre Lebensfreude nicht nehmen lassen. Jetzt verrät sie, warum sie an die Kraft der Selbstheilung glaubt und wie jeder Mensch sein Glück durch positive Gedanken bestimmen kann. Bei „Beckmann“ spricht Nina Ruge erstmals über den Krebstod ihrer Eltern und warum sie sich seitdem intensiv mit Medizin beschäftigt.
Während der Schwangerschaft wurde bei Nina Ruges Mutter Hautkrebs diagnostiziert: „Meine Mutter hat das im 4. Monat erfahren. Die Ärzte rieten ihr zur Abtreibung, damit sie möglichst schnell operieren können. Sie hat aber gesagt, sie will nicht abtreiben, sondern mich auf die Welt bringen. Zum Teil wohl auch, weil sie dachte, sie hat eh kaum eine Chance, die Krankheit zu überleben.“
Nach der Entbindung kam Nina Ruge in ein Säuglingsheim. Ihre Mutter wurde operiert. Die Ärzte waren hoffnungslos. „Sie sagten meinem Vater: ‚Kaufen sie Ihrer Frau noch ein paar schöne Kleider. Das ist wohl das, was sie noch für sie tun können.’ Ja, und dann waren plötzlich alle Metastasen weg. Das war wie ein Wunder. Es kann eigentlich nicht sein, dass man so lange überlebt.“ Später starb Nina Ruges Mutter an Leukämie – wahrscheinlich eine Spätfolge der damaligen Bestrahlungen.
Auch Nina Ruges Vater erkrankte nach dem Tod seiner Frau an Blutkrebs – aber auch er lebte noch lange mit der Krankheit, die zwischenzeitlich sogar überwunden schien. Erst 15 Jahre nach der Erst-Diagnose verstarb er, im Sommer 2005. Auch aufgrund dieser familiären Erfahrungen lebt Nina Ruge sehr bewusst, ernährt sich gesund und hat ihr Immunsystem prüfen lassen. „Festgestellt wurde, dass mein Körper Milchprodukte nicht so gut verträgt. Dabei habe ich Joghurt und Käse immer so geliebt. Seit ich darauf verzichte, hat meine Vitalität zugenommen.“ Morgens trinkt sie nun statt Milchcafé 40 Grad warmes Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone – und fühlt sich blendend.
Nina Ruge betont die Wichtigkeit von ausgewogener Ernährung und gesunder Lebensweise und rät zur Stressvermeidung. Angst, dass sie aufgrund der Krebserkrankungen ihrer Eltern genetisch vorbelastet sei, hat sie nicht. Allerdings gehe sie regelmäßig zur Vorsorge und empfiehlt das jedem. „Ich habe mir vorsorglich einige Male Leberflecken entfernen lassen.“

