Max Greger, Max Greger jr., Max Greger jr. jr.


Er zählt zu den Giganten aus der goldenen Zeit der Fernsehunterhaltung. Eine Samstagabendshow ohne Max Greger und seine Bigband war lange undenkbar: Ob Peter Frankenfeld, Hans-Joachim Kulenkampff oder Peter Alexander – die Swing-Legende spielte für alle, die Rang und Namen besaßen. Seit gut 60 Jahren ist er im Showgeschäft, jetzt feiert der unverwüstliche Max Greger seinen 80. Geburtstag.

Seine Karriere ist einmalig – sein Name ist es nicht. Sowohl sein Sohn als auch sein Enkel heißen Max. Alle drei tragen nicht nur denselben Namen, sie verbindet auch dasselbe Temperament. Ein Name, drei Generationen Musik. Jetzt ist der Greger-Clan erstmals zusammen in einer Talksendung. Bei „Beckmann“ sprechen Max Greger, Max Greger jr. und Max Greger jr. jr. über große Fußstapfen und über die aktuelle Geburtstagstournee. Vor dem 80. Geburtstag des Bandleaders am 2. April hing bei den Gregers erst einmal der Haussegen ein wenig schief: „Meine Frau wollte mir ein schönes Fest ausrichten, genau wie bei unserer goldenen Hochzeit vor vier Jahren.“ Der Musiker aber hatte andere Pläne: „Das feiere ich nur am Podium.“ Ein Konzert zu geben – das war sein Wunsch für den Ehrentag. Natürlich gemeinsam mit Sohn und Enkel, die längst in seine Fußstapfen getreten sind. Musikalisch haben dabei in den Augen des Enkels Max jr. jr., der auf der Tour Gitarre spielt und singt, alle drei Gregers „die Hosen an“.    
Großvater Greger lässt dagegen keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Sagen hat. „Das hat schon der Opa.“ Anders als bei früheren Tourneen, bei denen er „zwei, drei Stücke“ gespielt habe, will er seinen Fans diesmal viel mehr bieten. „Endlich komme ich zum Spielen.“ Und „Max the Sax“, der mit seiner legendären Bigband Fernsehgeschichte geschrieben hat, verspricht seinem Publikum: „Der Greger säuselt nicht, der bläst eine heiße Kante.“ Der Senior selbst hat im Alter von zwölf Jahren ein Akkordeon geschenkt bekommen – von seinem Großvater, bei dem der Metzgersohn aufgewachsen ist. Später studierte er Klarinette („ein teuflisches Instrument“), bis schließlich seine Leidenschaft für das Saxofon erwachte.
Sohn Max hingegen konnte sich nicht für das vom Vater geliebte Instrument begeistern: „Ich habe es mal versucht. Aber ich muss gestehen: Ich war immer für das Klavier.“ Schon mit fünf Jahren erhielt er Klavierunterricht. Zum Bedauern des Seniors entdeckte er allerdings auch seine Liebe zum Fußball. Max Greger: „Das hab ich als Vater natürlich gar nicht gern gesehen.“ Von seinen eigenen Zielen hat sich auch Max jr. jr. bislang nicht abbringen lassen und sich für ein Jura-Studium entschieden. „Der Papa hat Musik studiert, der Opa hat Musik studiert – ich musste meinen eigenen Weg gehen.“ Ob er auch bei der Namensgebung seiner späteren Sprösslinge von der Tradition der Greger-Familie abweicht, weiß er noch nicht. „Schauen wir mal. Wenn meine Zukünftige das zulässt, vielleicht.“ Der Name Max Greger existiert bereits in der fünften Generation. Auch sonst hält sich der Jüngste des Greger-Dreigestirns alle Optionen offen. „Die Musik macht mir viel Spaß, aber erst einmal will ich mein Studium beenden.“