Karlheinz Böhm und seine Ehefrau Almaz sowie Heidemarie Wieczorek-Zeul
Seit 27 Jahren engagiert sich Karlheinz Böhm für die Ärmsten der Armen in Äthiopien und hat bis heute 330 Millionen Euro an Spenden gesammelt. Jetzt feiert der Gründer der Hilfsaktion „Menschen für Menschen“ seinen 80. Geburtstag. Bei „Beckmann“ blickt der frühere Filmstar auf sein Lebenswerk zurück und spricht gemeinsam mit Ehefrau Almaz über sein Nomadentum und sein Leben zwischen zwei Welten. Außerdem zu Gast ist die Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, die Böhm vor zehn Jahren kennen lernte und die ihn seitdem bei seinen Projekten unterstützt.
Durch seine Arbeit ist Karlheinz Böhm auf der ganzen Welt ein Vorbild. Mittlerweile ist er von Äthiopien sogar zum Ehrenstaatsbürger ernannt worden. „Ob man es glaubt oder nicht, ich habe dort meine Heimat gefunden, etwas, was ich mein ganzes Leben lang gesucht habe. Ich habe mit diesen Menschen ein Zuhause gefunden, wie ich es in meinem ganzen Nomadenleben nie gehabt habe.“
Auch Böhms Frau Almaz engagiert sich seit langem für „Menschen für Menschen“. Sie ist Spezialistin für Rinderzucht und musste die äthiopischen Bauern zunächst von neuen Methoden in der Landwirtschaft überzeugen. „Am Anfang haben mich die Bauern in Äthiopien nicht akzeptiert, denn Frauen haben bei den Nomaden eine ganz andere Position in der Gesellschaft.“ Zu Beginn ihrer Arbeit musste sie viele Widerstände überwinden, um neuen Ideen zu vermitteln. „Sie können sich nicht vorstellen, was das für einen Aufstand gab!“ Almaz Böhm betont, wie wichtig Bildung für die Entwicklung ihres Landes ist.
Die Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul kann das bestätigen: „Wenn wir staatliche Zusammenarbeit machen, wird das an die Frage der Armutsbekämpfung und der Bildung gebunden.“ Besonders wichtig sei aber auch die Entschuldung armer Länder., betont Wieczorek-Zeul. Diese Maßnahme habe mittlerweile dazu geführt, dass „heute 20 Millionen Kinder mehr“ eine Schule besuchen können.

