Jutta Speidel und ihr Lebensgefährte Bruno Maccallini


Sie zählt zu Deutschlands beliebtesten TV-Stars und begeisterte als Schwester Lotte in der ARD-Serie „Um Himmels Willen“ ein Millionenpublikum. Er wurde Mitte der 90er Jahre als Werbestar bekannt, bis heute kennt fast jeder seinen legendären Satz „Isch ’abe doch gar kein Auto“. Vor drei Jahren lernten sich Jutta Speidel und Bruno Maccallini bei Dreharbeiten in Italien kennen und lieben. Bei „Beckmann“ geben die beiden Schauspieler jetzt ihr erstes gemeinsames Interview, seitdem sie ein Paar sind. Sie sprechen über Höhen und Tiefen ihrer Beziehung, über ihre gegensätzliche Mentalität und verraten, wie sie alle Zweifel an ihrer gemeinsamen Zukunft besiegt haben.

Zwischen den beiden Schauspielern hat es schnell gefunkt. „Es gab sicherlich zwischen uns eine Form der Chemie“, erinnert sich Jutta Speidel an ihr erstes Kennenlernen. „Es war einfach irgendwann unausweichlich. Es ist daraus eine große Liebe entstanden, die sehr viel Hindernisse überbrücken musste und auch immer noch Schwierigkeiten in sich birgt, weil er aus einer anderen Tradition kommt, einer sehr klareren katholischen Haltung als ich.“

Bruno Maccallini war damals verheiratet, mittlerweile lebt er getrennt von seiner Familie. Die Entscheidung fiel dem Italiener schwer. „Wenn man jemanden mag oder liebt, tut man unweigerlich anderen weh. Ich habe versucht, den Menschen, die zu meinem Leben gehörten, so wenig wie möglich weh zu tun. Die Zeit schien mir damals nicht reif genug zu sein, um wirklich eine Entscheidung zu treffen. Ich habe sie mit Verzögerung getroffen. Ich bin Jutta dankbar, dass sie die Geduld und die Liebe hatte, auf mich zu warten.“

Die Wartezeit fiel Speidel nicht leicht. „Ich habe gelernt, geduldig zu sein. Ich habe einfach gedacht: Für diesen Mann rentiert es sich. Auch wenn sich manchmal die Klatschpresse die Mäuler darüber zerreißt.“ Aber sie habe immer gewusst: „Ich liebe diesen Mann, und er liebt mich, ich muss einfach warten, egal wie lange es dauert.“ Trotz ihrer gegensätzlichen  Mentalität verstehen sich beide blendend, so Speidel weiter: „Italiener sind anders erzogen, was das Herz angeht. Wir sind vielleicht etwas direkter und etwas kühler im Denken. Aber die Träume sind gleich bei uns, so unterschiedlich wir sind.“

Der Altersunterschied ist überhaupt kein Problem zwischen ihnen. „Mich haben ein wenig ältere Frauen immer schon angezogen“, verrät Maccallini. „Ich dachte, das sei ein Ödipus-Komplex oder etwas in der Art. Aber die Wahrheit liegt woanders: Ich habe immer Lust zu lernen und die Frauen können einem einfach viel beibringen.“

Jutta Speidel genießt ihr spätes Liebesglück: „ Ich bin in einem Alter, wo man fast schon nicht mehr damit rechnet, dass man die ganz große Liebe entdeckt. Aber ich liebe diesen Mann auf eine sehr spezielle Art und Weise, wo ich sagen kann: So habe ich einen Mann noch nicht geliebt. Ich liebe ihn einfach sehr eigen. Ich brauche ja auch keine Kinder mehr mit ihm zeugen, ich muss jetzt auch nicht unbedingt an seiner Seite Karriere machen. Ich bin unabhängig. Und ich kann ganz relaxt mit ihm zusammen sein und kann ihn einfach von Herzen lieb haben.“