Joachim Fuchsberger
Er ist der Grandseigneur des deutschen Showgeschäfts. In mehr als fünfzig Jahren hat Joachim Fuchsberger Film- und Fernsehgeschichte geschrieben. Ob als Schauspieler in Edgar-Wallace-Filmen oder als Moderator großer Samstagabendshows – „Blacky“ war für Millionen Zuschauer stets ein Garant für gute Unterhaltung und der perfekte Gastgeber. Trotz aller Erfolge hat der Entertainer nie ein Blatt vor den Mund genommen und immer Haltung bewahrt. Jetzt, wenige Wochen nach seinem 80. Geburtstag, blickt Joachim Fuchsberger auf sein bewegtes Leben zurück.
Bis heute unvergessen ist für den Schauspieler die Begegnung mit Romy Schneider. Zusammen hatten sie den Film „Der letzte Mann“ gedreht. „Sie war ein fertiges Herz, das ständig blutete“, beschreibt Fuchsberger seinen damaligen Eindruck. „Sie war unglaublich emotional.“ Er sei von ihrer Persönlichkeit fasziniert gewesen, verrät er und schmunzelt: „Gott sei Dank war ich da schon glücklich verheiratet.“
Seit mehr als einem halben Jahrhundert sind „Blacky“ und seine Ehefrau Gundel ein unzertrennliches Paar. Gemeinsam haben sie auch für den Fall ihres Todes bereits eine Entscheidung getroffen – beide möchten verbrannt werden. „Die Feuerbestattung ist besiegelt, das ist eine Tatsache, ja. Für meine geliebte Gundel ebenso wie für mich. Leider ist es in unserem Land noch nicht erlaubt, das zu tun, was unser beider Wunsch wäre: an einer Stelle, die wir bestimmen würden, verstreut werden.“ Der Wunschort seiner Frau sei ihr Rosenbeet, erzählt Fuchsberger: „Und im nächsten Jahr stehen alle da und sagen: Die Mutter blüht aber wieder schön dieses Jahr!“
Der 80-Jährige glaubt nicht an ein Leben nach dem Tod. „Nein, es ist dann vorbei. Und was danach kommt, ist für mich zu spät, da ist nichts mehr zu machen. Für mich ist mit Abgabe des Löffels der Fall erledigt. Da ist nichts mehr.“
In seinem Leben hat „Blacky“ eine wesentliche Erkenntnis gewonnen. „Wir sind für das, was wir tun, selbst verantwortlich und können nicht immer andere verantwortlich machen. Auch nicht den viel gepriesenen lieben Gott.“ Er habe stets versucht, ehrlich zu sich selbst zu sein. „Ich bemühe mich so zu leben, dass ich sage: Ich bin dem, was mir gegeben war, halbwegs gerecht geworden. Ich will mir jeden Morgen im Spiegel beim Rasieren ins Auge schauen, ohne dass ich kotzen muss.“

