Ildikó von Kürthy


Sie ist Deutschlands derzeit erfolgreichste Schriftstellerin und beste Freundin von Millionen Leserinnen. Wie keine zweite trifft Ildikó von Kürthy den Nerv einer ganzen Frauengeneration, die zwischen erstem Date und Happy End durchs Leben stolpert. Selbstironisch entlarvt die 38-Jährige die kleinen Schwächen und Probleme ihrer Altergenossinnen, die schon viel zu lange den richtigen Mann suchen oder noch länger mit dem falschen zusammenleben. Dabei genießt von Kürthy längst das, wonach sich ihre Romanheldinnen aus „Mondscheintarif“ oder „Freizeichen“ sehnen: Sie hat ihren Traummann bereits gefunden und erwartet jetzt ihr erstes Kind. Wenige Wochen vor der Geburt spricht Ildikó von Kürthy bei „Beckmann“ über Kinder, über den Spott ihrer Freunde und den Unterschied zwischen Mann und Frau.

Sieben Wochen vor der Geburt ihres ersten Kindes wird von Kürthy wegen eines misslungenen 3-D-Ultraschallbildes von Freunden verspottet. Nicht ganz unberechtigt, wie sie bei „Beckmann“ zugibt: „Mein Sohn sah darauf aus wie ‚ne Kartoffel. Das muss man ganz offen sagen und war ein bisschen traurig. Meine Freundin sagt, sie verstehe gar nicht, wie ein Arzt solch ein Foto rausrücken könne – das würde einem ja jegliche Vorfreude verderben.“

Nach dieser Erfahrung bezweifelt von Kürthy den Sinn moderner 3-D-Ultraschallbildern. „Die kosten mindestens so viel wie ein schönes Paar Schuhe – sind aber in der Anschaffung nicht so lohnenswert.“

Den Namen ihres Kindes möchte die Erfolgsautorin lieber noch geheim halten, ihr Freundeskreis mokiere sich eh schon lange über ihre Namensvorschläge. Aber jetzt seien nur noch zwei Namen in der Endauswahl, mit denen auch ihr Mann einverstanden sei: „Alle anderen hat er abgelehnt.“

Die Schwangerschaft habe sie nicht wie viel andere launisch gemacht, sondern ganz im Gegenteil entspannt. „Ich bin so unkompliziert wie nie.“ Sehr zur Freude ihres Mannes, der ein gänzlich anderer Charakter sei. Ihre Ehe funktioniere gut nach dem Prinzip „Gegensätze ziehen sich an“. Und Reibereien würden in diesem Fall eben dazu gehören. „Ich würde mich nicht in einen Mann verlieben, der so ist wie ich. Ich möchte ergänzt werden. Und ich möchte genug Rederaum haben – und das geht nun nicht, wenn beide soviel reden.“