Hildegard Hamm-Brücher
Jahrzehntelang prägte sie die Geschichte der Bundesrepublik maßgeblich mit – in der Nachkriegszeit als Münchener Stadträtin, Landtags- und Bundestagsabgeordnete ebenso wie als spätere Staatsministerin unter Außenminister Genscher und FDP-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten. Hildegard Hamm-Brücher, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feierte, ging in ihrer Karriere nie Konflikten aus dem Weg: 1982 stellt sie sich gegen das von ihrer Partei initiierte Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Helmut Schmidt und verweigert dem Machtwechsel ihre Unterstützung, 2002 verlässt die Grande Dame der Liberalen die FDP – aus Protest gegen den antiisraelischen Kurs ihres Parteikollegen Jürgen Möllemann im Bundestagswahlkampf. Bei „Beckmann“ spricht Hildegard Hamm-Brücher über ihre Kindheit unter dem Hitler-Regime, über die Notwendigkeit einer bürgernäheren Demokratie und die aktuelle Situation der FDP.
