Vitaly Klitschko und Henry Maske
Vitaly Klitschko und Henry Maske
Verona Pooth und Werner Schneyder
Verona Pooth und Werner Schneyder
Fritz Sdunek und Manfred Wolke (von links)
Fritz Sdunek und Manfred Wolke (von links)
Virgil Hill
Virgil Hill

Das Gipfeltreffen der Box-Idole:
Henry Maske, Virgil Hill, Vitali Klitschko, Axel Schulz, Werner Schneyder, Manfred Wolke, Fritz Sdunek und Verona Pooth


Boxen ist der Quotenrenner im deutschen Fernsehen. Millionen Zuschauer sitzen regelmäßig an den Bildschirmen und verfolgen die Kämpfe. Den Boxboom ausgelöst hat Henry Maske in den 90 Jahren. Lange Zeit war es still um ihn – doch nun kehrt er zurück in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Zehn Jahre nach seinem Abschied steigt er im Alter von 42 Jahren wieder in den Ring. Maske will die Revanche – die Revanche gegen Virgil Hill, der einzige Gegner, der ihn jemals im Profiboxen besiegte. Bei „Beckmann“ kommt es zum Gipfeltreffen der Box-Idole Henry Maske, Virgil Hill, Vitali Klitschko und Axel Schulz. Außerdem dabei sind der Box-Kommentator Werner Schneyder, die Boxtrainer Manfred Wolke und Fritz Sdunek sowie TV-Star und Box-Fan Verona Pooth. Nach 30 Siegen als Profiboxer war Maske 1996 ausgerechnet in seinem letzten Kampf dem Amerikaner Virgil Hill unterlegen. Maske zog sich daraufhin zurück ins Privatleben und baute sich eine erfolgreiche zweite Karriere als Unternehmer auf. Aber jetzt will er es allen noch einmal beweisen: „Der Sport an sich, so wie ich ihn kennen gelernt habe und heute noch lebe, macht schon süchtig.“ Henry Maske wünscht sich mehr Respekt in Deutschland. „Mir war klar, dass ich nicht mit offenen Armen empfangen werde. Aber Axel Schulz, Manfred Wolke und ich waren diejenigen, die Boxen hoch gebracht haben. Wir hätten ein Stück mehr Respekt im Umgang mit Kritik verdient.“ Sein Comeback verlange nun von ihm „eine knallharte“ Beschäftigung mit dem Kampf, so Maske: „Das Schlimmste ist die geistige Auseinandersetzung. Wenn du zum Ring gehst fühlst du dich, als wenn du zum Schafott gehst.“ Ex-Klitschko-Trainer Fritz Sdunek zeigt sich skeptisch über das Maske-Comeback und fürchtet einen Showkampf des „Gentleman-Boxers“. Maske weist die Kritik von sich. Als 1995 George Foreman gegen Axel Schulz um die WM kämpfte, habe damals kein Mensch erschreckt gesagt: „Foreman ist 45, mein Gott!“ Stattdessen hätten alle insgeheim gedacht: „Was lasst ihr den armen Axel gegen den großen George Foreman boxen?“ Geld ist laut Maske kein Beweggrund für sein spätes Comeback, „das wäre der einfachste Grund“. Die Schlagzeile „Ein Gentleman bittet zur Kasse“ sei falsch. Finanzielle Motive seien nicht für das Comeback ausschlaggebend – „ob mein Nein akzeptiert wird, muss jeder für sich entscheiden“. Im Duell mit Virgil Hill sieht Maske sieht sich als Außenseiter: „Ich habe ihn kämpfen sehen, er ist für mich erstmal Favorit.“ Maske traut seiner physischen und mentalen Stärke noch nicht ganz. „Ich bin natürlich nicht sicher. Wenn ich sicher wäre, würde ich es mir doch leicht machen.“ Derzeit trainiere er in Amerika intensiver denn je, nach dem er zuvor zehn Jahre lang nur ein „sportlicher Freizeitsportler“ gewesen sei. „Das Training ist hart. Aber es muss hart sein. Ich kenne das nicht anders – und ich will es auch nicht anders kennen! Denn nur das wird mir im Ring die Ruhe und die Sachlichkeit geben, die ich brauche, um dort erfolgreich zu sein.“ Vitali Klitschko bescheinigt dem früheren Weltmeister gute Chancen: „Vor vier, fünf Monaten hat die gesamte deutsche Presse Klinsmann filetiert. Heute, nach der WM, ist er ein Held. Das Gleiche passiert heute mit Henry. Ich finde, die Chancen für Henry stehen sehr gut.“