Helmut Lotti
Helmut Lotti

Helmut Lotti


Seine Stimme kennt keine Grenzen. Ob Russland, USA, Südamerika oder Afrika – bisher hat Helmut Lotti in 25 Sprachen gesungen. Seit über einem Jahrzehnt füllt der Star-Tenor die größten Konzertsäle der ganzen Welt. Seinen Weg an die Spitze hat er sich hart erarbeitet: Der Vater verließ die Familie, als Lotti sechs Jahre alt war, und die Mutter musste fortan alleine für den Lebensunterhalt ihrer Söhne sorgen. Mit 19 schaffte Helmut Lotti den Durchbruch als Sänger und wurde in nur wenigen Jahren zu Belgiens erfolgreichstem Musikexport und zum Schwarm aller Frauen. Bei „Beckmann“ spricht er über seinen Lebensweg und über den Star-Kult um seine Person.

Helmut Lotti ist in einfachen Verhältnissen aufgewachsen: „Meine Mutter hat tagsüber erst Suppe und ab Nachmittag dann Eis verkauft. Seit ihrem 16. Lebensjahr hat sie sehr viel gearbeitet, jeden Tag 16 Stunden.“ Bis heute hat der Sänger eine enge Beziehung zu seiner Mutter und bewundert ihre Energie: „Sie war sehr stark und immer geradeaus. Uns Kindern gab sie eine große Freiheit, aber es gab auch Grenzen. Wenn wir die überschritten haben, gab’s Probleme.“

Alle Söhne haben ihrer Mutter bei der Hausarbeit helfen müssen, erinnert sich Lotti an seine Kindheit: „Als Zehnjähriger konnte ich schon kochen, und meine Brüder haben die Wohnung geputzt.“ Trotzdem hätten sie immer viel Spaß gehabt. „Es war lustig bei uns. Meine Mutti spielte Akkordeon und ein bisschen Piano, und ich habe dazu gesungen.“

Eine der ersten Platten, die er als Kind gehört habe, sei von Elvis gewesen: „Ich war gleich völlig begeistert“, sagt Lotti. Noch heute sei der „King“ für ihn ein Vorbild, auch wenn er selbst mittlerweile ruhiger geworden sei. „Ich lebe gesund, schlafe genug und trinke wenig Alkohol“, sagt er bei „Beckmann“. Zwar trinke er „gerne mal einen Rotwein“, aber auf Dauer sei das nicht gesund.

Über die Begeisterung seiner Fans kann der Tenor immer noch staunen. „Ich bin ein ganz normaler Mensch, und ich verstehe noch immer nicht, wie ich ein Idol werden konnte.“