Heidi Klum


Seit Jahren zählt sie weltweit zu den bestbezahlten Models, ihre Geschichte klingt wie im Märchen: Mit 19 wird Heidi Klum entdeckt, kurz darauf wagt die Abiturientin aus Bergisch Gladbach den Sprung nach New York und avanciert dort zum Supermodel. Heute ist „die Klum“ begehrt wie nie. Mittlerweile ist sie auch als Geschäftsfrau und Moderatorin erfolgreich. Doch Heimat ist für die inzwischen dreifache Mutter immer Deutschland geblieben. Bei „Beckmann“ spricht Heidi Klum über ihr Leben in Amerika und die US-Wahlen, über ihre Liebe zu Seal, über Schönheitsideale und Schlankheitswahn sowie über Sängerin Britney Spears. Außerdem zu Gast sind Lena Gercke und Barbara Meier, zwei neue Gesichter im Modelbusiness, die von Heidi Klum entdeckt wurden, und die ihr jetzt an die Spitze folgen wollen.

Das Topmodel wohnt zusammen mit ihrem Ehemann Seal und den drei Kindern in Beverly Hills. Doch so sehr Heidi Klum das kalifornische Klima zu schätzen weiß – einen Umzug schließt sie nicht aus. Aufmerksam beobachtet sie den US-Wahlkampf – und verrät bei „Beckman“ erstmals: „Je nachdem wie es ausgeht, werde ich vielleicht früher nach Deutschland zurückziehen.“ Schon seit einiger Zeit denken Seal und sie an eine Veränderung: „Mein Mann und ich haben schon über die Möglichkeit geredet, Amerika zu verlassen. Ich weiß nicht, ob das unbedingt nur wegen der Politik ist oder aus Neugier, einfach mal woanders zu wohnen.“

Klums Herz schlägt insgeheim für Hillary Clinton. „Ich fänd’s schon cool, wenn eine Frau am Start wäre“, verrät sie, aber auch Barack Obama wirke auf sie überzeugend – ganz im Gegensatz zum republikanischen Vietnam-Veteranen John McCain. Auch Seal verfolge die US-Wahl „sehr stark“, sagt Heidi. „Ich weiß nicht, ob er für Clinton oder Obama ist, aber für McCain nicht unbedingt. Ich glaube, er findet ihn ein bisschen zu alt – und er liest immer vom Prompter ab.“

Während der letzten Jahre habe sich das Alltagsleben in den USA verschlechtert, berichtet Klum – auch aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen. Selbst als Topmodel mit Bodyguard erlebt sie die steigende Gewaltbereitschaft auf den Straßen: „Manchmal kann man schon Angst haben“, gesteht Klum. „Wenn du viel rumfährst, und ich habe ja schon viele Plätze in Amerika gesehen, siehst du viele Gangs und Gewalt. Hier in Deutschland empfinde ich das nicht so stark wie in den USA.“

Der Weltstar macht seinen Fans Hoffnung: „Meine Heimat ist hier in Deutschland. Immer wenn ich herkomme, freue ich mich schon auf die Brötchen mit Leberwurst – eins nach dem nächsten! Ich bin schon sehr deutsch.“ Doch ein gewichtiges Problem hat das Supermodel noch im Falle ihrer Heimkehr: „Ich hätte dann schon Probleme mit dem Essen, muss ich ganz ehrlich sagen. Ich würde dann nur Knödel und Schweinsbraten und solche Sachen essen...“, gesteht sie.

Bei „Beckmann“ beweist Klum ein großes Herz und sagt, dass sie dem in die Schlagzeilen geratenen Popstar Britney Spears helfen würde: „Sie kann mich gerne anrufen und bei uns im Haus ein paar Monate unterkommen. Dann werde ich sie schon zurechtbiegen.“ Die dreifache Mutter äußert Mitgefühl für den früheren Kinderstar: „Es tut mir leid, wenn ein junger Mensch so aus der Bahn geworfen wird. Sie hat natürlich ein unheimlich wildes Leben gehabt.“

Auch Klum und ihr Ehemann Seal leiden ab und zu unter der Belästigung durch Paparazzi. „Einer hat beinahe meine Mutter umgestoßen, und Seal ist ihm richtig an den Hals gegangen. Auf einmal war er der aggressive Seal – dabei könnte er keiner Fliege was zuleide tun.“ Es gebe sogar Tage, an denen das Ehepaar beschließen müsse: „Für heute ist unser Ausflug beendet, wir gehen lieber wieder nach Hause.“

Lena Gercke und Barbara Meier wurden von Heidi Klum entdeckt. Jetzt müssen sich beide in der Modelwelt behaupten – und auch mit den aktuellen Schönheitsidealen auseinandersetzen. „Je nachdem in welchem Land man ist“, hat Lena Gercke beobachtet, „ist ein anderer Typ Model gewünscht. In Paris ist mir schon aufgefallen, dass die Models sehr dünn sind, ein fahles Gesicht und lange Haare haben. Da bin ich total raus gesprungen, weil ich kurze Haare und Kurven habe.“

Barbara Meier bleibt beim Thema Schlankheitswahn gelassen: „Ich glaube, wenn es um Fotos für Beautyprodukte geht, wollen die auch nicht unbedingt Frauen, die keine gute Ausstrahlung haben.“ Durch den Zwang, schlank zu bleiben, bliebe möglicherweise vieles auf der Strecke: „Wenn ich den ganzen Tag hungern müsste, hätte ich auch keine Ausstrahlung mehr. Ich denke, das würde man mir ansehen.“