Hardy Krüger und seine Frau Anita
Er wurde neben großen Namen wie John Wayne oder James Stewart zu einem der ganz wenigen deutschen Weltstars in Hollywood. Sie ist die Frau an seiner Seite und dokumentiert als Fotografin ihr gemeinsames Leben als Weltenbummler. Hardy Krüger und seine Frau Anita teilen seit 30 Jahren dieselben Leidenschaften – ob die Liebe fürs Reisen oder auch die Schriftstellerei. Und eines ist dabei sicher: In dieser Ehe wird es garantiert nie langweilig. Bis heute durchstreift das Traumpaar die aufregendsten Länder der Welt und erlebt immer wieder neue Abenteuer. Jetzt legen beide einen Zwischenstopp bei „Beckmann“ ein. Sie verraten das Geheimnis ihrer Liebe und sprechen über ihr gemeinsames Leben.
Seit dreißig Jahren sind die beiden Weltenbummler verheiratet – und haben kaum eine Minute getrennt voneinander verbracht. „Nur einmal eineinhalb Tage“, erinnert sich Hardy Krüger, „da hatte ich in Rom zu tun. Und Anita ist einmal für zwei, drei Tage zu ihrer Familie nach Florida geflogen – das war’s.“ Was zeichnet ihre Partnerschaft aus? „Ich finde, bei einer Beziehung, ganz besonders wenn sie so lange halten soll wie unsere, hat das was mit gegenseitigem Respekt zu tun. Mit der Hochachtung voreinander und dass man die Fehler des anderen liebt. Ich glaube, wenn das Mysterium des anderen Menschen anerkannt wird, ist man auf dem besten Wege, es dauerhaft zu machen.“
Hardy und Anita Krüger haben sämtliche Kontinente bereist – was bedeutet für sie der Begriff Heimat? „Ich mache einen Unterschied zwischen Heimat und Zuhause,“ sagt der 79-Jährige. „Heimat ist Berlin, im übergeordneten Sinne Deutschland. Wir sind beide wissbegierig, und so schön das Zuhause auch sein mag: Irgendwann müssen wir wieder los und gucken, was auf der anderen Seite der Welt los ist.“
Seit gut zwanzig Jahren hat der frühere Hollywood-Star keinen Film mehr gedreht. Doch Krüger schließt ein Comeback nicht aus. „Wenn was Gutes kommt, bin sofort dabei“, verspricht er bei „Beckmann“. Etwas neidisch ist er auf seinen Kollegen Sean Connery, der nur zwei Jahre jünger ist. „Bei der ‚Der Name der Rose’, da hätte ich gerne gespielt und noch eine bei einer ganzen Reihe anderer seiner Filme. Aber die sind nicht bei mir angekommen – die kommen immer alle bei Sean an.“ Krüger lobt Deutschlands neue Kinoszene. „Der deutsche Film ist jetzt besser geworden. Aber inzwischen haben die mich vielleicht vergessen.“
Vor einer klassischen TV-Gala zu seinem 80. Geburtstag im kommenden Jahr graut es dem Berliner. „Das deutsche Fernsehen hat sich angemeldet. Ich mag so etwas überhaupt nicht, aber da werde ich wohl nicht drum herum kommen. Ich habe denen gesagt: Ich möchte nicht da sitzen und dann kommen alle, von denen ihr glaubt, dass ich sie mag, als Überraschungsgäste – das mache ich nicht mit!“

