Eva Luise Köhler


Die First Lady gibt sich die Ehre. Seit drei Jahren gehören Staatsempfänge, Staatsbesuche und Repräsentationspflichten zum Alltag von Eva Luise Köhler. Die Ehefrau des Bundespräsidenten Horst Köhler war jahrelang eine leidenschaftliche Lehrerin – auch heute steht für sie das Gemeinwohl an erster Stelle. Sie engagiert sich im Verein ACHSE, der „Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen“, und war gerade als Schirmherrin der UNICEF in Kambodscha, um sich persönlich über die Situation in einem der ärmsten Länder der Erde zu informieren. Bei „Beckmann“ berichtet Eva Luise Köhler von ihren Eindrücken und gewährt einen Einblick in den Alltag einer First Lady.

Über die genauen Aufgaben der Gattin eines Bundespräsidenten hat sie sich vor drei Jahren zunächst eingehend informiert. „Ich habe zuerst einmal im Internet nachgeschaut“, verrät Eva Luise Köhler, „was eine First Lady zu tun hat und was sie macht.“ Orientiert hat sie sich unter anderem an der Arbeit ihrer Vorgängerinnen, Christina Rau und Christiane Herzog.

Durch ihr soziales Engagement hat Eva Luise Köhler sich verändert. „Sie bekommen eine andere Einstellung zu bestimmten Dingen im Leben – was wichtig und was unwichtig ist.“ Nach ihrer Kambodscha-Reise habe sie zum Begriff Armut ein anderes Verhältnis: „Sie erleben dort Menschen, die so arm sind, dass ihre Existenz bedroht ist.“

Auch Bildung ist ein Thema, mit dem sich die frühere Lehrerin intensiv beschäftigt. Eva Luise Köhler gilt als Verfechterin von Ganztagsschulen. Allerdings nur dann, wenn sie entsprechende Voraussetzungen erfüllen und „eine gute Abwechslung zwischen intellektueller Förderung und musischer Bildung“ bieten.

Musik ist ihr liebstes Hobby, trotz eines übervollen Terminkalenders singt Eva Luise Köhler auch heute noch regelmäßig im Chor. „In unserer Familie hat man immer gesungen.“ Einen weiteren Ausgleich findet sie in der Natur, gemeinsam mit ihrem Mann geht sie gerne wandern und spazieren.