Dr. Eckart von Hirschhausen


Im ersten Beruf ist er Arzt – doch heute gilt Eckart von Hirschhausen als der Shootingstar der Comedy-Szene. Sprechstunden gibt er längst nur noch auf der Bühne und seziert dort die Marotten seiner Zunft, die er aus eigener Erfahrung allzu gut kennt. Hirschhausen scherzt über Gesundheit und Behandlungsfehler und diagnostiziert: Das Verhältnis zwischen Medizin und Patient leidet schwer an Missverständnissen. Trotz Terminnot findet Eckart von Hirschhausen Zeit für eine Stippvisite bei „Beckmann“ und räumt mit weit verbreiteten medizinischen Irrtümern auf. Außerdem beantwortet er die alles entscheidenden Gesundheitsfragen: Wie finde ich den richtigen Arzt? Und was will mein Arzt mir eigentlich sagen?

Dr. Eckart von Hirschhausen praktiziert schon lange nicht mehr als Arzt, und zwar aus einem ganz einfachem Grund: „Ich glaube tatsächlich, dass Lachen die beste Medizin ist. Ärzte interessiert es traditionell, warum werden die Menschen krank. Mich interessiert, warum werden manche Menschen nicht krank.“ Doch Comedy und Medizin sind nicht so unterschiedlich, wie man glauben könnte, sagt Hirschhausen „Beide Berufe haben etwas Gemeinsames: nämlich genau hinzugucken.“

Der praktizierende Comedian gibt allen Patienten einen – nicht ganz ernst gemeinten – Rat. Bei der Wahl des richtigen Arztes müsse man unbedingt aufmerksam sein und auch das Wartezimmer in der Entscheidung mit einbeziehen. „Wenn da eine schöne Hydrokultur steht, dann habe ich Vertrauen. Wenn da aber so eine vertrocknete Yucca-Palme in der Ecke ist, denke ich: Wenn der Arzt für diese Form des Lebens schon kein Respekt hat, möchte ich nicht, dass der meinen Körper anfasst.“

Hirschhausen amüsiert sich bei „Beckmann“ über die Sprache der Ärzte. Aus eigener Erfahrung wisse er, dass bereits im Medizinstudium gelehrt werde, sich systematisch unverständlich auszudrücken. Zu oft verstehe deshalb der Patient nicht, was eine Diagnose eigentlich bedeute. Dem kann auch die studierte Ärztin Maria Furtwängler nur zustimmen: „Es ist so toll. Wenn man studiert und eintaucht in die medizinische Sprache, kann man sich so schnell fachintern unterhalten – und schon ist man Mediziner.“