Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt
Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt

Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt


Sie zählen zu Deutschlands beliebtesten TV-Kommissaren. Seit 1997 ermitteln Klaus J. Behrendt alias Max Ballauf und Dietmar Bär alias Freddy Schenk im Kölner „Tatort“ und erzielen regelmäßig Topquoten. Trotz – oder gerade wegen – aller Gegensätze sind sie ein perfekt eingespieltes Duo vor und hinter der Kamera. Seit sich Bär und Behrendt Anfang der 90er Jahre kennen lernten, sind sie beste Freunde. Jetzt wagten sich beide gemeinsam auf hohe See und sind im Aufsehen erregenden ARD-Zweiteiler „Der Untergang der Pamir“ zu sehen. Bei „Beckmann“ berichten Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt von den spektakulären Dreharbeiten.

Wie im normalen Schiffsalltag gab es auch bei den Dreharbeiten zum „Untergang der Pamir“ klare Hierarchien, berichten Bär und Behrendt: „Wir hatten Glück, wir hatten eine Fünf-Mann-Stube. Der Stubenälteste war Tilo Prückner, dann gab es noch Jan-Josef Liefers und Herbert Knaup, das war das Zimmer ‚Murmansk’. Nebenan lag die Kabine ‚Königsberg’ – da hausten dann auch schon unsere Jungschauspieler zu zwölft.“

Die Drehbedingungen auf dem Schiff weckten bei den Schauspielern nostalgische Gefühle, sie hätten sich manchmal wie auf Klassenfahrt gefühlt, erzählt Dietmar Bär: „Man kriegte auf jeden Fall das Jugendherbergsfeeling wieder, und man musste sich schon arrangieren, zum Beispiel mit dem russischen Catering.“ Aber es sei eine großartige Erfahrung gewesen, auf einem Viermaster durch die „Meere zu schippern“ und zu sehen, wie ein Segelschiff tatsächlich funktioniere.

Alles hätten sie jedoch nicht mitgemacht. „Man darf nicht vergessen, wenn es in die Wanten geht, verjüngt es sich immer mehr“, sagt Behrendt über seinen Versuch, es den Seeleuten gleich zu tun. Allerdings sei für ihn in einer Höhe von 25 Metern Ende gewesen, ganz im Gegensatz zu seinem älteren Schauspielkollegen Tilo Prückner. Bär ist begeistert: „Auf einmal gucke ich hoch und denke: Wow, der hat es geschafft! Tilo steht da oben!“

Dafür konnte Klaus J. Behrendt mit einer anderen Geschichte die Crew beeindrucken. Er erhielt Antwort auf eine Flaschenpost. „Rausgeflogen ist sie in der Biskaya, und sie ist bis nach England geschwommen. Es war wie im Bilderbuch, das war sensationell.“ Noch während des Drehs habe er zwei Briefe von einer Engländerin mit dem verheißungsvollen Namen „Rose“ erhalten. „Sie fragte mich, ob ich Seemann wäre. Ich habe ihr nicht erzählt, dass wir einen Film machen.“

Die Crew hätte nach seinem Erfolg hoffnungsvoll „eine Flaschenpost nach der anderen rausgehauen, weil sie dachten, sie kriegen auch eine ‚Rose’“, amüsiert sich Behrendt bei „Beckmann“: „Was ich ihnen natürlich nicht verraten habe – Rose ist über 70 Jahre alt.“