Dieter Pfaff
Seit Jahren ist er der Quotenkönig des deutschen Fernsehens. Zuletzt glänzte Dieter Pfaff in „Der Dicke“ – mit weit über fünf Millionen Zuschauern eine der erfolgreichsten ARD-Serien dieses Jahres. In seinen Rollen ist der Schauspieler glaubwürdig wie kaum ein anderer. Kein Wunder: Denn viele seiner sensiblen Figuren entwickelt der frühere Dramaturg und Theaterregisseur selbst. Privat ist Pfaff ein Mann der klaren Verhältnisse: Seit 1969 ist er mit seiner Frau Eva verheiratet, die er bereits seit der Schulzeit kennt. Kurz nach seinem 60. Geburtstag blickt Dieter Pfaff jetzt bei „Beckmann“ auf seine ungewöhnliche Karriere zurück und spricht über seine Lebensphilosophie.
Sein 60. Geburtstag sei etwas „ganz Besonderes“ gewesen, sagt der zweifache Vater. „Mir ist zum ersten Mal klar geworden, dass die Zeit begrenzt ist. Das hat mich beunruhigt, weil ich noch so viele Dinge vorhabe.“ Sowohl sein Vater als auch sein Großvater sind bereits im Alter von 58 Jahren gestorben, weshalb Pfaff sich zeitweise etwas gesorgt hatte. Doch die Gedanken um die eigene genetische Veranlagung sind längst verflogen. Mit Freunden und seiner Familie habe er jetzt „einen traumhaften Geburtstag“ gefeiert – „und seitdem ist alles gut.“
Als Jugendlicher hatte Pfaff eine problematische Beziehung zu seinem Vater: „Ich bin sehr früh von Zuhause weg und auch lange Zeit weggeblieben. Erst durch die Geburt meiner Kinder hat sich das Verhältnis zu meinem Vater dann ein bisschen geändert. Leider ist er dann sehr früh gestorben.“ Ihre regelmäßigen Streits waren von großen Gefühlen geprägt: „Ich habe ihn geliebt, aber teilweise waren unsere Auseinandersetzungen auch heftig.“
Seinen eigenen Kindern Johanna und Maximilian wollte Pfaff immer ein Vorbild sein: „Grundsätzlich glaube ich, dass du bei der Erziehung dann am überzeugendsten bist, wenn du das vorlebst, was zu erzählst. Du kannst nicht eine Zigarette in der Hand halten und sagen ‚Hey, jetzt rauch nicht’. Das ist ja Quatsch. Das, was du vorlebst, hat die Wirkung auf die Kinder.“
Der Schauspieler ist ein Familienmensch, der gelernt hat, „zusammen und zueinander zu stehen“. Seit einiger Zeit leben die Pfaffs wieder unter einem Dach. „Die Kinder sind irgendwann gekommen und haben uns das vorgeschlagen. Dann haben wir nach einem Haus gesucht, wo jeder seine eigene Wohnung hat. Unser Verhältnis ist fantastisch.“


