Christine Neubauer
Sie ist die Quoten-Königin im deutschen Fernsehen. Kaum jemand ist so präsent auf dem Bildschirm wie Christine Neubauer. Ob als „Geierwally“, „Schokoladenkönigin“ oder „Frau des Heimkehrers“ – derzeit erzielt die Schauspielerin einen Einschaltrekord nach dem anderen. Die Münchnerin gilt heute als Inbegriff des Vollweibs, die sehr selbstbewusst zu ihren weiblichen Formen steht. Bei „Beckmann“ spricht sie über Idealfiguren und Kritiker-Klischees.
Trotz zweier Grimme-Preise fühlt sich Christine Neubauer oft unterschätzt. Die Vorwürfe, ihre Filme seien seichte Unterhaltung, findet sie ungerecht. „Es ärgert mich schon! Das ist etwas, wo ich sage, dass die Menschen sich nicht wirklich mit mir beschäftigt haben“, sagt die 44-Jährige im Gespräch mit Reinhold Beckmann und verweist auf zahlreiche Auszeichnungen, die sie erhalten hat. „Ich finde zum Beispiel ‚Bayerischer Fernsehpreis’, ‚Deutscher Fernsehpreis’, zwei ‚Grimme’-Preise und letztes Jahr die ‚Romy’ in Österreich – das sind jetzt nicht unbedingt wenig Preise.“
Neubauer, die regelmäßig mehr als sieben Millionen Zuschauer vor den Bildschirm lockt, steht zu ihren Filmen: „Für mich ist das ein guter satter Kitsch. Ein praller Kitsch, aber im positiven Sinne.“ Sie selbst weine gerne im Kino und möge Happy-Ends, verrät die erfolgreiche Schauspielerin, und „es gibt Filme, die genau das bedienen sollen“.
Die Münchnerin ist überzeugt, dass ihre Proportionen dem Ideal der Männerwelt entsprechen. „Da muss klassisch ein Busen da sein, dann geht es rein in die Taille, und da muss aber auch eine Hüfte da sein.“ Das Frauenbild, das von der Werbung gezeichnet wird, entspreche nicht dem, was Männer wirklich wollen. „Der Besenstil ist nicht das Sinnbild der Vorstellungen des Mannes.“
