Charlotte Knobloch und Karl Kardinal Lehmann


Die Aufhebung der Exkommunikation des Holocaust-Leugners Bischof Richard Williamson und drei seiner traditionalistischen Mitbischöfe durch Papst Benedikt XVI. hat einen Sturm der Entrüstung entfacht und heftige Proteste ausgelöst. Der Zentralrat der Juden in Deutschland ist empört und hat den Dialog mit der katholischen Kirche für unterbrochen erklärt. Selbst ranghohe Kirchenvertreter zeigen sich irritiert von den Beschlüssen des Vatikans. Inzwischen ist die hitzig geführte Debatte zum Politikum geworden: Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte von Papst Benedikt XVI. eine Klarstellung – und wird dafür auch aus Unionsreihen kritisiert. Bei „Beckmann“ diskutieren Charlotte Knobloch, Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Karl Kardinal Lehmann, früherer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, über den Eklat im Vatikan und dessen Vorgeschichte.