Ben Becker
Er hat in den vergangenen Wochen für viel Wirbel gesorgt. Am 27. August wurde Ben Becker bewusstlos in seiner Wohnung aufgefunden. In letzter Sekunde konnte er vom Notarzt reanimiert werden und kam gerade noch rechtzeitig in ein Berliner Krankenhaus. Der Zusammenbruch des Schauspielers sorgte anschließend für zahlreiche Schlagzeilen und Spekulationen um Beckers exzessive Lebensweise. Doch nach einer vierwöchigen Reha meldete er sich am 12. Oktober mit Pauken und Trompeten zurück: Mit seinem Bühnenprojekt „Die Bibel“ feierte er ein umjubeltes Comeback. Jetzt spricht Ben Becker bei „Beckmann“ erstmals im Fernsehen über die Ereignisse der letzten Wochen.
Seinen Kollaps schildert der 42-Jährige so: „Es hat halt geknallt, und da bin ich halt zusammengebrochen. Ja, es war lebensbedrohlich, es war knapp: drei bis fünf Minuten später… Insofern bin ich auch froh. Denn wenn das Gehirn keinen Sauerstoff mehr kriegt, dann kann es ja passieren, dass man plötzlich nicht mehr reden kann. Auch das wäre scheiße gewesen.“
Becker sind die Ereignisse unangenehm, vor allem gegenüber seiner Tochter Lilith (7): „Ich denke, spätestens wenn sie zehn oder zwölf ist, muss ich mit ihr mal ein ernstes Wort sprechen. Momentan mach ich das in der Form natürlich noch nicht. Ich gehe davon aus, dass sie was mitbekommen hat. Ich habe mal vorsichtig nachgefragt, allerdings nicht gebohrt, das fände ich doof. Weil das würde sie verunsichern und ihr Angst machen. Das muss ja nicht sein.“
Nach seinem Zusammenbruch wurde der Schauspieler von seiner Familie unterstützt. Becker ist dafür dankbar: „Unheimlich schön ist, dass sie durch die Bank an mich geglaubt haben, das hat mir wahnsinnig Kraft gegeben. Hätte ich diese fünf Minuten nicht überlebt, hätte ich ihnen unheimlich weh getan. Ich habe kapiert: Die lieben mich und ich liebe die.“
Seine Lebensweise erklärt Becker mit dem „Peter-Pan-Syndrom“. Er habe sich „immer dagegen gewehrt, erwachsen zu werden, also den Lohnsteuerjahresausgleich zu machen, einzusehen, warum ich hier jetzt nicht parken darf. Mich haben immer nur die schönen Seiten vom Menschsein interessiert“.
Nach seinen Erfahrungen in den vergangenen Wochen will Ben Becker vorsichtiger mit sich umgehen – auch seiner Familie zuliebe. Er hat gelernt: „Man muss auf sich aufpassen. Als Mensch ist man ein zartes Pflänzchen. Es ist eine schöne Sache, da drauf aufzupassen.“
