Aylin Korkmaz und Rahel Volz
Als Aylin Korkmaz 1991 – von ihrer Mutter arrangiert – verheiratet wird, zieht sie von der Türkei nach Baden-Baden zu dem ihr fast unbekannten Ehemann. Zunächst verstehen sich beide gut, doch dann verändert sich ihr Mann: Er wird krankhaft eifersüchtig und verprügelt sie immer wieder. 1998 flüchtet Aylin Korkmaz für einige Monate zu ihrer Familie, die zur Scheidung rät. Doch sie vertraut den Reueschwüren ihres Mannes und kehrt zu ihm zurück – vor allem wegen ihrer drei gemeinsamen Kinder. Nach der endgültigen Trennung im Sommer letzten Jahres eskaliert im November 2007 die Gewalt: Der Ex-Mann überfällt Aylin Korkmaz auf ihrer Arbeitsstelle und sticht 26 Mal auf sie ein. Wie durch ein Wunder überlebt die schwerstverletzte Aylin Korkmaz die Messerattacke, wird in einer achtstündigen Notoperation gerettet. Bis heute sind die Narben an ihrem Körper nicht verheilt, von den nicht sichtbaren Verletzungen ganz zu schweigen. Bei „Beckmann“ spricht sie über das vergangene Jahr und möchte damit anderen Opfern Mut machen. Außerdem zu Gast ist Rahel Volz, die mit der Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ Opfern von Gewalt im Namen der Ehre hilft.

