20 Jahre „Kir Royal“ – die Stars der Kultserie feiern bei „Beckmann“ Jubiläum


Zu Gast:
Senta Berger
Dieter Hildebrandt
Ruth Maria Kubitschek
Billie Zöckler
Helmut Dietl


Gäste:

Senta Berger (Schauspielerin)
Dieter Hildebrandt (Kabarettist und Schauspieler)
Ruth Maria Kubitschek (Schauspielerin)
Billie Zöckler (Schauspielerin)
Helmut Dietl (Erfolgsregisseur, u.a. „Kir Royal“, „Monaco Franze“, „Schtonk“, „Rossini“)

 
 
Die Stars der Kultserie „Kir Royal“

Vor genau 20 Jahren sorgte die TV-Serie „Kir Royal“ für Furore und begeisterte ein Millionenpublikum. Es ging um Glanz, um Glamour und um schnelles Geld. Star-Regisseur Helmut Dietl und „Parfum“-Autor Patrick Süskind karikierten liebevoll die Eitelkeiten von Deutschlands High Society und schrieben damals ein großes Stück Fernsehgeschichte. Bis in die kleinsten Nebenrollen war die „wildeste Serie der 80er Jahre“ herausragend besetzt. Jetzt, anlässlich des 20. Jubiläums, kommen die Stars aus „Kir Royal“ erstmals wieder zusammen. Bei „Beckmann“ sprechen Senta Berger, Dieter Hildebrandt, Ruth Maria Kubitschek, Billie Zöckler und Erfolgsregisseur Helmut Dietl über das einzigartige TV-Ereignis, das ihr Leben geprägt und verändert hat. Sie geben einen Einblick hinter die Kulissen der Bussi-Bussi-Gesellschaft.

Helmut Dietl erzählt bei „Beckmann“, wie die Idee zur Kultserie entstand: „Während meiner zweiten Ehe, mit Barbara Valentin, habe ich eine gewisse Zeit in dieser Gesellschaft verbracht, vielleicht zwei oder drei Jahre. Ich wollte das kennen lernen. Und ich wusste: Das würde ich irgendwann einmal verarbeiten wollen!“ Patrick Süskind sei zuerst gar nicht von der Idee begeistert gewesen, so Dietl weiter: „Er wollte gar nicht mitmachen. Mit dem Volk habe er nichts zu tun, das interessiere ihn nicht“, habe der „Parfum“-Autor gesagt.

Senta Berger ist überzeugt, dass „Kir Royal“ damals eine Vorbildfunktion hatte: „Ich glaube, dass die Münchener Schickeria sich nach ‚Kir Royal’ so gegeben hat, wie wir es in unserem Film überhöht dargestellt haben. Das war der Anfang von diesem Blättern auf Seite 4: Bin ich da abgebildet?“ Die Schauspielerin erinnert sich gerne an die einzigartige Atmosphäre bei den Dreharbeiten, alle seien ineinander verliebt gewesen: „Helmut war beim Dreh immer umringt von sehr schönen Frauen. Er hat es sehr gerne gehabt, wenn die Frauen schön angezogen waren, so dass ich mich morgens auch schön angezogen habe. Mein Mann Michael hat mir morgens um sieben Uhr nachgerufen: ‚Kaum drehst du mit dem Dietl, schon ziehst du diese engen Hosen an mit den hohen roten Schuhen.’ Er hat sich geärgert. Ich fand das herrlich.“

Auch Billie Zöckler schwärmt von den Dreharbeiten, sie habe Dietl „wahnsinnig angehimmelt“ und ihrer Rolle der Edda „eigentlich immer den Helmut angeschaut“. Allerdings habe sie sich auch „ein bisschen vor ihm gefürchtet – weil er sehr streng sein kann“. Der Fernsehruhm habe ihr Leben von einem Tag auf den anderen verändert. „Ich war plötzlich das, worum es in ‚Kir Royal’ geht – ich war auf einmal in aller Munde. Ich habe nicht gedacht, dass mir das passiert, ich kam mir gar nicht so wichtig vor.“

Für Ruth Maria Kubitschek war Helmut Dietl besonders prägend. Bereits vor „Kir Royal“ hatte sie mit dem Erfolgsregisseur zusammen gearbeitet. „ Ich habe mir mein Leben vielleicht komplizierter gemacht, als es war. Ich war immer todtraurig über alles: über das Leben und meinen Beruf. Für mich war ‚Monaco Franze’ wie eine Auferstehung aus einer anderen Welt. Und ich habe dann mein Leben auch anders in den Griff gekriegt.“