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DIE GESPRÄCHSSENDUNG “BECKMANN”


624 Ausgaben, rund 2.000 Gäste – nach mehr als 15 Jahren endete am 25. September ein Kapitel Talk-Geschichte im deutschen Fernsehen. Nächstes Jahr kehrt Reinhold Beckmann mit einer neuen regelmäßigen Reportage-Sendung am Montagabend um 20:15 Uhr ins Erste zurück. Im Fokus werden soziale und gesellschaftspolitische Fragen stehen.

 

Seit dem „Beckmann“-Start am 25. Januar 1999 sorgten hochkarätige Gäste immer wieder für Gesprächsstoff. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Altkanzler Helmut Schmidt waren jeweils sechsmal zu Gast, der Dalai Lama und Stephen Hawking nahmen ebenso Platz am „Beckmann“-Tisch wie die Hollywood-Stars Sophia Loren, Michael Douglas, Ursula Andress und Shirley MacLaine. Bundeskanzler Gerhard Schröder äußerte sich bei „Beckmann“ über den „lupenreinen Demokraten“ Wladimir Putin, der frühere Guantánamo-Gefangene Murat Kurnaz brachte die Politik in Erklärungsnot, das Doping-Bekenntnis des Ex-Radprofis Bert Dietz erschütterte den deutschen Radsport. Für dieses Interview wurde Reinhold Beckmann 2007 mit dem „Deutschen Fernsehpreis“ in der Kategorie „Beste Moderation Information“ ausgezeichnet.

 

Regelmäßig führte „Beckmann“ ausführliche Einzelgespräche: mit Vicco von Bülow, der seinen Mops Emil mit ins Studio nahm; mit Schauspieler Götz George, der normalerweise Talkauftritte meidet; und natürlich mit Helmut Schmidt, der Zigaretten rauchend seine Sicht auf das Weltgeschehen darlegte.

Auch viele außergewöhnliche Begegnungen bleiben in Erinnerung: das Treffen von Thomas Gottschalk und Hans Küng, die über Kirche und Religion diskutierten; das Gespräch von Loki Schmidt und Siegfried Lenz über ihre enge Verbindung; und die gemeinsame Aufarbeitung der Lebensgeschichten von Corinna Ponto, Tochter des von der RAF ermordeten Vorstandsvorsitzenden der Dresdner Bank, und Julia Albrecht, deren Schwester Susanne eine der Mittäterinnen war.

 

„Es gibt Themen, die sind kompliziert und nicht angenehm – und dennoch muss darüber gesprochen werden. Das war oft unser Ansatz“, sagte Reinhold Beckmann. Dazu zählten wichtige und manchmal auch brisante Sendungen etwa über Aussteiger aus der Rechtsradikalen-Szene, über die Situation in Kinderhospizen und über die Ausgrenzung Behinderter im Alltag.

 

Inhaltlich starke Gespräche zeichneten „Beckmann“ in den vergangenen 15 Jahren aus. Auch zum Abschied diskutierten der Fernsehjournalist mit seinen fünf Gästen, darunter Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) und Heribert Prantl von der „Süddeutschen Zeitung“, eine der zentralen politischen Zukunftsfragen: Wie kann den Millionen Flüchtlingen aus Kriegs- und Katastrophengebieten geholfen werden?

 

Am 23. Februar startete Reinhold Beckmanns neue Reportagereihe #BECKMANN am Montagabend. „Ich gehe raus aus dem Studio, dahin, wo das wirkliche Leben stattfindet. Vor 30 Jahren habe ich mit dem Filmemachen begonnen und seither regelmäßig Dokumentationen gemacht. Da schließt sich ein Kreis.“